11.7.18:     Premiere in Waldniel: Wie Frauen den Marathon eroberten

     Referentin:   Maria Claßen, Germanistin

      1967 startete die Amerikanerin Kathrine Switzer im Boston-Marathon. Verbotenerweise,

      denn an den Langstreckenläufen durften nur Männer teilnehmen. Engagiert kämpfte sie

      jedoch für den Frauen-Marathon. Der erste fand 1973 statt - in Waldniel! Sechs Jahre später

      starteten dort Frauen aus 23 Nationen. Doch erst 1984 wurde der Frauen-Marathon

      olympisch. Im März 2018 kam die Disziplin auch in Saudi-Arabien an, wo die Sportlerinnen

      dabei meist traditionelle Gewänder trugen.

 

9.5.18:       Geschlechterrollen und -verständnis im interkulturellen Kontext
                   
Referentin: Petra Jessen, M.A. Islamwissenschaft, Leitungsteam Institut für 

                 interdisziplinäre Beratung und interkulturellen Seminare (IBIS), Duisburg

     Über die Zusammenhänge von Geschlecht, Rollenverständnis, Lebenssituation
     und Handlungsmöglichkeiten in verschiedenen Kulturen. Genderkompetenz ist im

     Hinblick auf interkulturelle Aspekte heute mehr denn je gefragt.

     

 5.5.18:      Internationaler Labyrinth-Tag

           Als Teil der weltweiten Labyrinth-Gesellschaft trafen wir uns zu einem entspannten

           Nachmittag am Viersener Steinlabyrinth, dem Mittelpunkt der Stadt. Neben

           Labyrinthgängen, Zeit für Austausch und Picknick spürten wir den verschlungenen

           Wegen des Frauenwahlrechts mit der Biografie von Olympe de Gouges nach.

 

11.4.18:     Dr. h.c. Ilse Härter (1912 - 2012), Theologin der Bekennenden Kirche

                 Referentin:   Dr. Henrika Burgener

                 Am 12. Januar 1912 in Asperden bei Goch geboren, wuchs sie mit ihren beiden

                 Schwestern auf dem Land auf. Für die Eltern war klar, dass ihre Töchter die

                 Oberschule besuchten, um später studieren zu können. Sie begann ihr Theologie-

                 studium 1931 in Göttingen und setzte es später in Königsberg fort. Mit Vehemenz

                 setzte sie sich unter anderem auch für die volle Ordination für Theologinnen ein.

                 1943 hatte sie ihr Ziel erreicht. Ilse Härter und Hannelore Reiffen wurden die

           ersten beiden ordinierten Frauen in Deutschland.

     

16.3.18:      Frauen haben die Wahl: 1918 - 2018   -  100 Jahre Frauenwahlrecht

     Referentin: Angela Klein-Kohlhaas, Historikerin

     Musik: Ensemble Con Spirito, Mönchengladbach

     in Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsstelle der Stadt Viersen

                 Im November 1918 wurde in Deutschland das Wahlrecht für Frauen beschlossen,

     am 19. Januar 1919 konnten Frauen bei den Wahlen zur verfassungsgebenden 

     Versammlung ihr Recht erstmals wahrnehmen zu  wählen und auch gewählt zu 

     werden. Vorausgegangen war ein Jahrzehnte langer Kampf. Wer waren die   

     mutigen Frauen, die gegen die vorherrschende gesellschaftliche Meinung

     aufstanden? Wie kam es schließlich zum Wahlrecht? Wer waren die ersten

     Volksvertreterinnen? Wie haben die Frauen damals ihr Wahlrecht genutzt und wie 

     nutzen wir es heute?

                 

 14.3.18:      Rosa Luxemburg

      Referentin: Gunnel Ch. Hinrichsen, Referentin für Matriarchatsforschung

      Was hatte die überzeugte Kommunistin mit dem Matriarchat zu tun? Politisch

      und wissenschaftlich hochgebildet war sie Anfang des 20. Jahrhunderts Mitglied

      der SPD. Sie fiel durch ihre besondere Liebe zur Natur auf und mit ihrer Präferenz

      zu flachen Hierarchien in der Politik. In ihren nationalökonomischen Schriften

      beschäftigte sie sich intensiv mit Ethnien, die heute als matriarchal oder

      matrilinear bezeichnet werden.

 

13.12.17:    Feste und Bräuche im Jahreskreislauf - Teil 2

                   Referentin: Johanna Braun-Zakaryan, Referentin für Matriarchatsforschung

                   Erläuterung der hellen Jahreskreisfeste. Von der Bedeutung der Walpurgisnacht

                   bis zu den Maiandachten der jungfräulichen Mutter Maria.

 

8.11.17:         Geschichte der Ehe

 Referentin: Monika Brachmann; Referentin für Matriarchatsforschung

 Von der ältesten bekannten Ehegesetzgebung 2.460 Jahre v. Chr. bis in unsere 

 Zeit.Wie die Ehe als Produkt patriarchalischer Gesellschaften durchgesetzt wurde

 und warum angesichts des Scheiterns vieler Ehen eine gesellschaftliche

 Diskussion überfällig ist.

 

11. 10.17:     Warum Frauen Berge besteigen sollten - Filmbiografie von Renate Keller

 Moderatorin: Dr. Henrika Burgener, Ärztin

 Leben und Werk von Dr. Gerda Lerner (*1920 in Wien - +2013 in 

 Madison/USA):  Als bahnbrechende feministische Historikerin, Autorin und

 soziale Reformerin ist sie zweifellos eine der inspirierendsten Persönlichkeiten

 des letzten Jahrhunderts.

 

13.9.17:      Die Äbtissin - "Erste Frau" im Kloster

 Referentin: Claudia Thivessen, Theologin

 Über den Einfluss von besonderen Frauen in kirchlichen Leitungsfunktionen. Ein 

 Vergleich einzelner Orden schließt den Bogen bis in die Gegenwart.

 

12.7.17:      Friedensnobelpreisträgerinnen

 Referentinen: Maria Claßen, Germanistin; Christa Heyer, Pädagogin

 Seit 2006 setzen sich die Nobelpreisträgerinnen Jody Williams, Shirin Ebadi, 

 Mairead Maguire, Rigoberta Menchú Tum und Tawakkol Karman gemeinsam 

 dafür ein, den Einfluss der Frauenfriedensbewegungen auf der ganzen Welt aus-

 zubauen. Dafür gründeten sie die "Nobel Women's Initiative". Über ihre Arbeit,

 ihre Erfolge und weiteren Aktivitäten.

 

 

14.6.17:      Verschollen im Pazifik: Amelia Earhart

 Vortrag mit Filmsequenzen, Referentin: Christa Heyer, Pädagogin

 Die Flugpionierin ignorierte die Geschlechterrollen im Amerika der 30er Jahre.

 Frauen sollten sich den Herausforderungen genaus stellen wie Männer. 1937

 verschwand sie beim Versuch eines Äquatorflugs im Pazifik. Ihr Tun gilt immer

 noch als bahnbrechend. Heute ist ein Forschungspreis für Frauen in der Luft- und

 Raumfahrt nach ihr benannt.

 

 

6.5.17:        Internationaler Welt-Labyrinth-Tag

 Das Motto am Viersener Labyrinth lautet "Wendepunkte". Es wird dargestellt an 

 Hand einer Frauen-Biographie mit einer Neuorientierung in der Lebensmitte.

 Dazu erleben wir eine sehr anschauliche Choreographie unter Anleitung der

 Labyrinth-Forscherin Li Shalima.

 

 

12.4.17:      Kennst du eine Autistin, kennst du eine Autistin"

 Referentin: Christa Heyer, Pädagogin

 Die Künstlerin Gee Vero meistert nicht nur ihr eigenes Leben, sondern bietet auf

 eindrucksvolle Weise Einblicke in ihre Denkweise als Autistin. Bekannt wurde sie 

 durch ihr Kunst-Projekt "The Art of Inclusion", durch das sie Brücken zwischen

 autistischen und nichtautistischen Menschen baut.

 

 

8.2.17:        Swetlana Alexijewitsch - Literaturnobelpreisträgerin 2015

 Referentin: Maria Claßen, Germanistin

 Die zeitweise in Berlin lebende, 1948 geborene weißrussische Schriftstellerin und

 Journalistin erhielt den Preis für ihr Werk, "das dem Leiden und Mut in unserer

 Zeit ein Denkmal setzt". In ihren zeitkritischen, dokumentarischen Romanen

 stellt sie das Schicksal von Frauen, Krieg und Umweltkatastrophen dar. Wegen

 ihrer oppositionellen Haltung dürfen ihre Bücher in Weißrussland nicht

 erscheinen.

 

 

11.1.17:      Wo die freien Frauen wohnen - Dokumentarfilm

 Dokumentarfilm 2014 von Uschi Madeisky (Elisabeth-Selbert-Preisträgerin

 2015), Daniela Parr und Dagmar Margotsdotter

 Moderatorin: Henrika Burgener, Ärztin

 Im Süden Chinas lebt am Lugu-See das matriarchal organisierte Volk der Mosuo.

 Sie gelten als sehr zufriedene Menschen. Gegensätze wir arm und reich kennen

 sie nicht. Machtstreben ist ihnen fremd. Ihr gesamten gesellschaftliches

 Zusammenleben richtet sich nach der Lebenswelt von Frauen und Kindern.

 Männer sind dabei fürsorgliche Beschützer. Der Film geht der Frage nach, wie die

 Mosuo moderne Einflüsse wie den Tourismus mit ihrer matriarchalen Tradition

 vereinbaren. Bei einem mehrwöchentlichen Besuch gelang den Filmerinnen ein

 einfühlsames, berührendes Porträt. 

 

 

25.11.16:    Literarisch-musikalisch-künstlerischer Salon: Annette von Droste-Hülshoff

 Präsentation: Maria Claßen, Angelika Kamper, Germanistinnen

 Malerei: Beate Buttler, Monika Enders, Renate Ulber

 Musik: Maria Lichtschlag (Harfe), N.N. (Klavier)

 Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848) gilt als eine der bedeutendsten

 deutschen Schriftstellerinnen. Ihre Werke und Briefe verdeutlichen, wie

 eingeengt sie sich zeitlebens in ihrer Gesellschaftsschicht fühlte. Sie komponierte

 und schrieb früh. Ihre Texte wurden jedoch erst in ihrem letzten

 Lebensjahrzehnt bekannt, die Kompositionen im Nachlass veröffentlicht. Die bei

 der Veranstaltung ausgestellten Bilder entstanden extra für diesen Abend, der

 durch Musik mit Harfe und Klavier mit ihrer Musik abgerundet wird.

 

 

9.11.16:      Feste und Bräuche im Jahres-Kreislauf, Teil 1

 Referentin: Johanna Braun-Zakaryan, Lehrerin und Referentin für Matriarchats

 forschung

 15. August - Maria Himmelfahrt, 1. November - Allerheiligen, 24. Dezember -

 Weihnachten, 2. Februar - Lichtmess sind einige unserer Kirchenfeste. Aber wer

 kennt noch die ursprüngliche Bedeutung dieser Tage im Jahreszyklus? Für die

 Ackerbäuerinnen und Bauern war es lange Zeit überlebenswichtig, genaue

 Kenntnis der Jahreszeiten und Gestirne zu haben, sowie unter dem Schutz der

 Göttin zu stehen. Spuren davon sind in der Geschichte noch zu finden.

 

 

12.10.16:    Dr. Illa Martin: Bäume für den Grenzwald

 Referentin: Angela Klein-Kohlhaas, Historikerin

 Weit über den Niederrhein hinaus ist die Sequoiafarm in Nettetal ein Begriff.

 Gegründet wurde sie nach dem Krieg von Illa und Ernst J. Martin. Das Zahnarzt-

 Ehepaar setzte sich für die Wiederaufforstung des Grenzwalds ein und pflanzte

 die Baumriesen auf einem Versuchsgelände an. Die Viersenerin Illa Martin

 entwickelte sich zu einer führenden Baumexpertin, die dendrologische

 Fachbücher schrieb und botanische Seminare durchführte.

 

 

9.10.16:      Besuch des Europäischen Übersetzer-Kollegiums, Straelen

 Das EÜK - Straelen dient Menschen aus verschiedensten Ländern als 

 Anlaufstelle. Es wurde 1978 von Erika und Elmar Tophoven nach dem

 mittelalterlichen Vorbild von Toledo als erste moderne und noch heute größte

 Institution für professionelle Übersetzungen gegründet. Die bearbeiteten

 Sprachen sind so vielfältig wie die Themen. Hier wurden schon Goethe ins

 Norwegische, Grimms Märchen ins Litauische und Hegel ins Koreanische

 übersetzt. Die Bibliothek beherbergt 125.000 Bände. 30 Appartements stehen

 zum Wohnen und Arbeiten auf Zeit zur Verfügung. Einmal im Jahr öffnen sich die

 Türen zu einem spannenden Blick hinter die Kulissen dieser Arbeit.

 

 

14.9.16:      Von Paris nach Straelen und zurück - Erika Tophoven

 Referentin: Dr. Henrika Burgener, Ärztin

 Paris im Herbst 1956: Bei einer Einladung begegnet die junge, frischgebackene

 Dolmetscherin dem Samuel-Beckett-Übersetzer Elmar Tophoven. Er bittet sie,

 einen Teil des Schriftstellers ins Deutsche zu übertragen. Damit waren die

 Weichen gestellt. Neben zahlreichen Literatur-Übersetzungen entstand als

 unvergleichliches gemeinsames Projekt das Europäische Übersetzer-Kollegium

 NRW e.V. (EÜK-Straelen) im Elmar Tophovens Geburtsort, da andere Städte kein

 Interesse an dieser Idee hatten. Die 85-jährige Weltbürgerin, Übersetzerin und

 Autorin lebt heute in Berlin.

 

 

18.6.16:      Exkursion nach Jülich

 Ein frauengeschichtlicher Rundgang durch die alte Residenzstadt Jülich und die

 Zitadelle stellt besonders die Herzoginnen vor. Anschließend steht der Besuch

 des Kunsthandwerkerinnenmarktes auf dem Programm.

 

 

8.6.16:        Für eine menschenfreundliche Kunst: Die Viersenerin Christian Horn

 Referentin: Angela Klein-Kohlhaas, Historikerin

 "Jeder Mensch besitzt eine unantastbare Würde...", so die Bildhauerin. Und diese

 Würde ist in ihren Werken spürbar. Sinnlich und wirklichkeitsnah gab sie ihre

 Modelle wieder. Nach ihrer künstlerischen Ausbildung in München blieb

 Christiane Horn in Süddeutschland, wo sie bereits 2001 im Alter von nur 44

 Jahren starb.

 

 

11.5.16:      Frauenhistorischer Salon: Frauen in Viersener Straßennamen

 Moderatorin: Bettina Gläser-Kurth, Gleichstellungsbeauftragte Viersen

 Zwischenbericht der Arbeitsgruppe Straßennamen zur Forschung über

 bedeutende Viersener Frauen. Ziel ist, ihnen durch Straßenbenennungen eine

 Würdigung in der Öffentlichkeit zu geben.

 

 

7.5.17:        Internationaler Welt-Labyrinth-Tag

 Seit 5.000 Jahren faszinieren Labyrinthe die Menschheit. Zu den modernen 

 Anlagen gehört die Viersener Steinsetzung von 2002. Ein Labyrinth-Gang,

 spannende Biografien verschlungener Lebenswege, mittelalterliche Musik und ein

 Picknick bilden den Rahmen für Gespräche und lebhaften Austausch.

 

 

13.4.16:      Frau Holle - alles nur Märchen?

 Referentin: Johanna Braun-Zakaryan, Lehrerin und Referentin für Matriarchats

 forschung

 Hinter der wohlbekannten Figur verstecken sich erstaunliche Erkenntnisse, die

 uns 5.000 Jahre zurück führen. Welches Gesellschaftsbild symbolisiert Frau 

 Holle? Welche Mythen entstanden um sie und wie können wir sie heute

 einordnen? Eine spannende Reise durch die Geschichte, die weit mehr ist, als ein

 gemütlicher Märchen-Abend.

 

 

 

8.4.16:        EUREGIA feiert Jubiläum

 Seit fünf Jahren gehört "EUREGIA - Frauenwege zwischen Rhein und Maas e.V." 

 mit dem frauenspezifischen Blick zur Viersener Kulturszene. Das Jubiläumsfest in

 der Kulturscheune Bistard in Dülken wird gebührend gefeiert: Das Ensemble

 "Con spirito" aus Mönchengladbach präsentiert Musik und Erstaunliches aus der

 Musikgeschichte. Mit dem Benefiz-Fest unterstützt EUREGIA die Frauenrechts-

 organisation "medica mondiale" der Ärztin Monika Hauser. Darüber hinaus zeigt

 EUREGIA von 8. bis 28. April 2016 eine Fotoausstellung von medica mondiale

 über die Arbeit mit kriegstraumatisierten Frauen im Foyer des Stadthauses

 Viersen.

 

 

9.3.16:        Fräulein Doktor: Die Ärztin Schola Kreuzer

 Referentin: Dr. Henrika Bürgener, Ärztin

 Die 1897 in Viersen geborene Schola Kreuzer studierte als eine der ersten

 Frauen Medizin in Bonn. 1926 konnte sie im elterlichen Haus an der Löhstraße

 ihre eigene Praxis eröffnen und versorgte fast dreißig Jahre lang ihre

 Patientinnen in Viersen mit Kompetenz und Fürsorge. Schola Kreuzer begründete

 die 90jährige Tradition des Hauses als Standort einer frauenärztlichen Praxis. Die

 Referentin ist eine ihrer Nachfolgerinnen.