Mittwoch, 8. Januar 2020

 

  "Die Welt der Minangkabau" - Dokumentarfilm (92 min)
    von U. Madeisky, D. Margotsdotter, Y. Susanti, D 2019

 

 

      „Das Adat verwittert nicht im Regen und bekommt im Sonnenschein keine Risse“. Das
       Adat, eine Jahrtausende alte Sozialverfassung haben die Minang in Auseinandersetzung
       mit dem Hinduismus, dem Islam und gegen die Holländer bis heute sehr erfindungsreich
       verteidigen können. Mit fast 6 Millionen bilden sie heute die größte matriarchale
       Gesellschaft der Welt. Was ist das für ein Volk, das den Islam übernehmen musste, ihn
       aber in den Grenzen einer äußerlich akzeptierten Religion hielt? Der Film erzählt von
       einer friedlichen Gesellschaft, in der Haus, Hof und Land in den Händen von Frauen liegt.
       Eine junge Frau, Yelfia Susanti, erzählt aus ihrem Alltag und ihrem Bestreben, für
       Ausgleich und ein gutes Leben für alle zu sorgen.

 
Einführung:
Johanna Braun-Zakaryan, Referentin für Matriarchatsforschung

Ort:             Café Kultur, Lange Straße 167, 41751 Viersen

Beginn:        19:00 Uhr

 

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 Mittwoch, 12. Februar 2020

 

   Die Amazonen - Verteidigerinnen einer friedlichen Gesellschaft

 

     Wer kennt nicht Penthesilea, die tapfere Anführerin eines kriegerischen Frauenvolkes, das
      in den Kampf um Troja eingriff? Nicht nur Homer berichtete von Frauen, die in der Lage
      waren, ohne Männer zu leben. Und nicht nur das. Sie übernahmen die Waffen ihrer
      Angreifer und leisteten den patriarchalen Kriegern erbitterten Widerstand. Sie gingen
      meisterhaft mit Pfeil und Bogen um, ebenso wie sie die Streitaxt führten. Wer waren diese
      Amazonen und was für eine Gesellschaft verteidigten sie, auch unter Einsatz ihres
      eigenen Lebens? Wo und wie lebten sie? Neueste Forschungen und zahlreiche
      archäologische Spuren machen uns heute sicher, sie aus dem Reich von
      Männerphantasien herauszuholen und ihnen den Platz in der Geschichte einzuräumen,
      der ihnen zusteht: Verteidigerinnen eines menschenwürdigen Lebens zu sein
.

 

 

     Referentin: Johanna Braun-Zakaryan, Referentin für Matriarchatsforschung

 

Ort:             Café Kultur, Lange Straße 167, 41751 Viersen

Beginn:        19:00 Uhr

 

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Mittwoch, 11. März 2020

 

   Die Macht der Großmutter - EMERENTIA und ANNA um 1500

 

      ANNA (die Ahnfrau), die Großmutter Jesu und Mutter Mariens, wurde zwischen Mittelalter
      und Neuzeit zur bedeutendsten Modeheiligen. Ihr wurde mehr Macht zugesprochen als
      Gott selbst.

 

      Das erstarkte Bürgertum der Städte kurz vor der Reformation stiftete beeindruckende
      Altäre und Statuen mit Darstellungen, die vielen heute kaum mehr bekannt sind und uns
      erstaunen lassen, denn hier wird die weibliche Genealogie und die Lebensrealität der
      Frauen dargestellt. Am häufigsten wurde „ANNA SELBDRITT“ (Anna selbst zu dritt mit
      Maria und Jesus) auf Altären dargestellt, aber welche kennt schon „EMERENTIA
      SELBVIERT“? Oder Anna, die ihre Tochter Maria das Lesen lehrt?
      MARIA war um 1500 keineswegs das arme junge Mädchen, sondern sie stammte aus
      einer wohlhabenden und gebildeten Familie. Ihre Großmutter EMERENTIA (die
      Ehrwürdige) wurde zur Stammutter der „Heiligen Sippe“. Ihre Tochter Anna war dreimal
      verheiratet und deren drei Töchter wurden die Mütter der Apostel. Diese weitverzweigte
      „HEILIGE SIPPE“ mit den Frauen im Zentrum war keine Kleinfamilie, wie sie später in der
      Neuzeit mit Maria, Josef und Jesus dargestellt wurde.

 

      Barbara Brosch ist bei ihren langjährigen Göttinnen- und Marienforschungen auf diese
      Bilderwelt mit den Frauen im Mittelpunkt gestoßen und wird uns mit
      Hintergrundinformationen, Liedern, Gedichten und vielen Bildern auf eine spannende
      Entdeckungsreise zur „Großen Mutter“ mitnehmen.

 

      Gerne lädt sie auch zum Austausch ein über die Bedeutung der Großmutter heute.

 

 

      Referentin:   Barbara Brosch, Kloster Malgarten, Bramsche

 

Ort:             Café Kultur, Lange Straße 167, 41751 Viersen

Beginn:        19:00 Uhr

 

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Mittwoch, 8. April 2020

 

   Mathilde von Mevissen und die Mädchenbildung

 

      Die Tochter des Dülkener Industriellen Gustav von Mevissen wuchs in einer
      gebildetetn, aber strengen Familie auf. Als unverheiratete Erwachsene blieb
      sie in der Familie, durfte aber nicht allein ausgehen und konnte die große
      Bibliothek ihres Vaters nur heimlich betreten. Erst im fortgeschrittenen Alter
      entdeckte sie die Frauenbewegung für sich. Sie gründete den "Verein
      Mädchengymnasium Köln" mit, der 1903 die erste Schule mit Abitur für
      Mädchen in Preußen eröffnete. Danach kämpfte sie für das Frauenstudium und
      förderte regelmäßig Studentinnen. Als eine von 18 herausragenden
      Kölnerinnen ist sie am Turm des Rathauses zu sehen.

 

      Referentin:   Angela Klein-Kohlhaas, Kunsthistorikerin

 

Ort:             Café Kultur, Lange Straße 167, 41751 Viersen

Beginn:        19:00 Uhr

 

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Samstag, 2. Mai 2020

 

     Internationaler Welt-Labyrinth-Tag

 

       Als Teil der weltweiten Labyrinth-Gemeinschaft beschäftigen wir uns diesmal mit dem
       Thema "gehen" in seinen verschiedenen Facetten. Vom bedächtigen Schreiten bis zum
       machtvollen Stürmen wollen wir überlegen, wie wir uns im Leben vorwärts bewegen.
       Aber auch der Rückschritt und das Auf-der Stelle-Treten wollen wir beleuchten.
       Ein gemeinsames Picknick bildet den Rahmen für Gespräche und Austausch. Interessierte
       bringen bitte Fingerfood mit.
       Bei starkem Regen fällt die Veranstaltung aus.

       Koordinatorinnen: Bettina Gläser-Kurth, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Viersen
,
      
Dr. Henrika Burgener, Ärztin,
       Angela Klein-Kohlhaas, Kunsthistorikerin
       Treffpunkt:  Labyrinth Hoher Busch, Aachener Weg in Viersen
       Beginn:  13:00 Uhr

 

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Mittwoch, 13. Mai 2020

 

   Else Lasker-Schüler - Dichterin und Künstlerin der Moderne

 

Neben herausragender Dichtung gibt es von Else Lasker-Schüler (1869 - 1945) ein ebenso faszinierendes bildnerisches Werk, das teilweise jüdisch-orientalisch inspiriert war. Von ihrem Geburtsort Elberfeld zog sie nach Berlin, wo sie Kontakte zu vielen berühmten KünstlerInnen und SchriftstellerInnen pflegte. 1932 noch mit dem wichtigen Kleist-Preis für Literatur ausgezeichnet, floh die Jüdin nach der nationalsozialistischen Machtergreifung 1933 in die Schweiz. Vor dort reiste sie mehrmals nach Palästine, wo sie 1945 in Jerusalem starb.

 

Referentin: Maria Claßen, Germanistin

 

Ort:             Café Kultur, Lange Straße 167, 41751 Viersen

Beginn:        19:00 Uhr

 

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Mittwoch, 10. Juni 2020

 

   Hannelore Häusler -
   Die erste Superintendentin der Evangelischen Kirche im Rheinland

       Pfarrerin und erste Superintendentin in der rheinischen evangelischen Kirche: Für sie 
       stand früh fest, Theologie zu studieren, ob dies nun im Hinblick auf das Pfarramt in den
       50er Jahren umzusetzen war oder nicht. 1961 heiratete sie drei Tage vor ihrem Examen.
       Dabei wurde die Zölibatsklausel für Pfarrerinnen erst 1974 aufgehoben. So ermöglichte
       ihr die Landeskirche 1976, in das Pfarramt von Kerpen-Brüggen eingeführt zu werden.
       Frau Häusler ging konsequent und unberirrt ihren beruflichen und privaten Weg und
       erreichte so auch ihre Ziele. Frau Häusler wird aus ihrem Leben berichten und erläutern,
       woraus sie die Kraft dazu schöpfte.

 

Hannelore Häusler im Gespräch mit Dr. Henrika Burgener

 

Ort:             Café Kultur, Lange Straße 167, 41751 Viersen

Beginn:        19:00 Uhr

 

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